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Hyacinthe Rigaud | Selbstporträt

Samtig und weich umrahmt die hellrote Kappe das Haupt des jungen Malers Hyacinthe Rigaud. Der Umhang fällt weich und fließend um die Schultern. Alles wirkt zart und freundlich erhaben. Die Pinsel hält er in der Hand, denn er ist ja Maler und das soll man auch sehen auf dem Porträt! Sein Lehrer riet ihm, nach ersten durchschlagenden Erfolgen, sich ganz der Porträtmalerei zu widmen . Das Bild, ein recht typisches Gemälde der damaligen Zeit, ist perfekt ausgeführt in Technik und Komposition. Der Kopf ganz im oberen Bereich des Bildes.

Hyacinthe Rigaud in warmen Farben

Der Blick direkt zum Betrachter gewandt. Warme Farben betonen die gefälligen Linien des Gesichtes, dessen leuchtender Teint durch  den goldenen Kragen noch verstärkt wird. Eine innere Zufriedenheit strahlt zum Betrachter herüber. Später, auf der Höhe seines Ruhmes, das war um 1701, als er den König Ludwigs XIV im Paradebildnis darstellte, da hat er dann nurmehr das Wichtige am Bild selbst gestaltet. Für die Hintergründe und Details beauftragte er Maler, die in seinem Atelier arbeiteten. Die Bilder aus dieser Zeit besaßen dann auch nur noch wenige eigene Pinselstriche Rigauds. Aber was soll´s, dieses , sein Selbst hat er noch selbst gemalt.

Als interessantes Stilmittel kann man auch die erdigen Farben betrachten. Trotz der ähnlichen Farbnuancen wird das Gesicht gut hervorgehoben. Auch das Weiß des Kragens ist nicht knallig, sondern abgetönt. Dadurch wird insbesondere die Harmonie im Bild unterstrichen. Gekonnt gesetzt ist der Lichtfleck an der Mütze, der sich im Samt des Oberkragens wieder findet. Er bildet zudem eine Spiegelung im Gesicht. Dies alles lenkt den Blick des Betrachters auf das Wesentliche. Sehr gut betont sidn auch die Finger, welche die Pinsel halten. Genau das richtige Maß beherrscht der junge Maler Rigaud. Glanzpunkte richtig zu platzieren und vor allem Händler gut auszuarbeiten sind für viele Maler schwierig. An diesen Details erkennt man den Könner.

Hyacinthe Rigaud
wiki-pd

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