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Der Mann als Objekt der Begierde in der Bildenden Kunst

mannsbilderArtikel aktualisiert am 19.05.2018

Der Mann als Objekt der Begierde

Mannsbilder, Akte, Körperlichkeit und immer wieder:  der Mann. Männer spielen in der Bildenden Kunst vor allem eine tragende, eine tätige Rolle. Dargestellt wurden sie als Krieger, Geistliche, Meister, Spieler oder Majestäten. Immer in ehrwürdiger Form, so wie sich das gehört. Du wirst schnell bemerken, dass sie weniger als Objekte der Lust und Verführung verewigt wurden. Jedoch wirst Du hin und wieder bei alten Meistern sehen, dass Männer – vielleicht nur ungewollt – erotisch abgebildet wurden. Insofern  sind die muskulösen Männerfiguren bei Caravaggio hervorzuheben. Hierbei entwirft der Maler eine detailgenaue realistische Darstellung männlicher Kraft und körperlicher Vollkommenheit. Ebenso wirst Du bezaubert sein von Michelangelos David oder seinen Sklaven, die er für das Juliusgrabmal schuf. Nackt sind sie nicht immer. Oftmals verhüllt ein Tuch oder Gewand explizite Stellen.

Mannsbilder

Kommen wir zurück zur Bildenden Kunst. Mannsbilder als faszinierende Männer in der Gesellschaft und in all Ihren Facetten. Was ist so besonders an der Darstellung eines Mannes, wo er doch nicht zwangsläufig als das „schöne Geschlecht“ gilt? Auf jeden Fall sind Männer als Objekt der Sinnlichkeit bisher nur wenig in der Bildenden Kunst beachtet worden. Dessen ungeachtet ist der Trend zum sinnlichen Mann im Aufwind. Auch als Groteske stellen sich viele Maler im kritischen Selbstblick als Akt vor der Leinwand oder in anderen skurrilen Situationen dar. Als Frau musst Du Dich fragen: was spricht Dich an einem männlichen besonders Akt an? Dabei muss es nicht nur eine Akt-Darstellung sein. Männer in den verschiedensten Lebenssituationen begegnen uns in zeitgenössischen Gemälden und Skulpturen.

In jedem Falle liebenswert

Männer als Objekte der Bildenden Kunst öffnen uns einen ganz eigenwilligen Blick auf das Besondere an Männlichkeit. Auch eine verletzliche, eine sinnliche Seite wird uns dabei offenbart. Ohne Männer wäre die Kunst sehr viel ärmer. Deshalb lohnt sich ein intensiver Blick auf die Mannsbilder, die uns täglich umgeben.

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Zaungast, 29 x 21, B8 Papier, Iris Hilpert, 2013
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